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23.02.2026 – Regionalverband Baden-Württemberg

Wenn die Finger sich nicht mehr strecken: Physiotherapie stärkt die Handfunktion

Unsere Hände ermöglichen uns tägliche Selbstständigkeit – beim Greifen, Schreiben, Kochen oder Kommunizieren. Zum Tag der Hand am 1. März 2026 macht Physio Deutschland darauf aufmerksam, wie wichtig eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung bei Handproblemen ist. Am Beispiel der Dupuytren-Erkrankung erklären wir, warum gezielte Bewegung und eine gute Nachbehandlung entscheidend sind für die Beweglichkeit der Hand.

Die Hände begleiten uns durch den gesamten beruflichen wie privaten Alltag. Erst wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder Finger sich nicht mehr vollständig strecken lassen, zeigt sich, wie sehr wir auf sie angewiesen sind. Eine Erkrankung, die solche Einschränkungen verursachen kann, ist die sogenannte Morbus Dupuytren. Dabei verdickt und verhärtet sich das Bindegewebe der Handinnenfläche, sodass sich Knoten oder Stränge bilden, die Finger zunehmend in die Handinnenfläche beugen.  Für Betroffene wird es dann oft schwierig, alltägliche Handgriffe wie das Öffnen einer Wasserflasche, das Tippen auf der Tastatur oder sogar das Händeschütteln ohne Einschränkung auszuführen.

   

Zentrale Rolle: Physiotherapie, um die Beweglichkeit zu erhalten

Physiotherapie spielt bei Handproblemen eine zentrale Rolle – sowohl begleitend während einer Erkrankung als auch in der Nachbehandlung nach operativen Eingriffen. Ziel physiotherapeutischer Maßnahmen ist es, die Beweglichkeit zu erhalten, Schmerzen zu lindern und die Hand schrittweise wieder belastbar zu machen. Durch individuell angeleitete Übungen, manuelle Techniken, Narbenbehandlung und alltagsbezogenes Training kann die Funktion der Hand nachhaltig verbessert werden. „Gerade nach einer Operation an der Hand entscheidet eine gute physiotherapeutische Mobilisation darüber, wie schnell Beweglichkeit und Kraft zurückkehren“, erklärt Dr. Minettchen Herchenröder, Physiotherapeutin und Generalsekretärin bei Physio Deutschland und ergänzt: „Wir begleiten und unterstützen unsere Patientinnen und Patienten dabei, wieder Vertrauen in ihre Hand zu gewinnen und sie sicher im Alltag einzusetzen.“

   

Handbeschwerden und -schmerzen ernst nehmen

Damit die Behandlung optimal gelingt, arbeiten Physiotherapie, Handchirurgie und weitere Fachdisziplinen eng zusammen. Eine abgestimmte Nachsorge kann dazu beitragen, Komplikationen zu verhindern und die Beweglichkeit langfristig zu sichern. Der Tag der Hand am 1. März erinnert daran, wie wichtig es ist, Handbeschwerden ernst zu nehmen und frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Physiotherapie unterstützt Menschen dabei, Bewegungseinschränkungen zu bewältigen, Funktionen wiederzugewinnen und ihre Hand im Alltag wieder kraftvoll und sicher nutzen zu können.

Wer Beschwerden an der Hand hat oder nach einer Operation physiotherapeutische Unterstützung sucht, kann über die Physiotherapeut*innen-Suche auf unserer Website qualifizierte Fachkräfte in der eigenen Nähe finden. So lässt sich der erste Schritt zu mehr Beweglichkeit und Lebensqualität unkompliziert machen.