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23.10.2026 – Regionalverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Netzwerk leitender Physiotherapeut:innen in Reha-Kliniken Nachbericht zum zweiten Netzwerktreffen

Nach dem gelungenen Start unseres Netzwerks ging es am Mittwoch in die nächste Runde. Diesmal trafen wir uns online. Wir wissen alle, dass digitale Veranstaltungen den persönlichen Austausch nicht immer leicht machen. Umso mehr haben wir uns über die vielen Teilnehmenden und die engagierten Beiträge gefreut.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde startete Silke Deuker mit einem Vortrag zum Thema sexuelle Belästigung und Prävention sexualisierter Gewalt. Ein Thema, das nicht immer leicht anzusprechen ist, aber viele beschäftigt. Anhand von Beispielen und rechtlichen Grundlagen zeigte sie auf, welche Formen von Grenzüberschreitungen es gibt, welche Meldewege zur Verfügung stehen und wie Einrichtungen präventiv tätig werden können.

In der anschließenden Diskussion wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse an dem Thema ist. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wo Grenzen verlaufen und wann ein vermeintlich lockerer Spruch eben keiner mehr ist. Auch praktische Fragen aus dem Klinikalltag wurden diskutiert, beispielsweise der Umgang mit Beschwerden oder die Gestaltung von Umkleidesituationen. Besonders wichtig war den Teilnehmenden der Gedanke, Hinweise und Beschwerden ernst zu nehmen, zuzuhören und die Wahrnehmung der betroffenen Person zu respektieren.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Silke Stebner die Vorgehensweisen Im Zusammenhang mit Wochenenddiensten im Klinikum Darmstadt vor. Sie gab spannende Einblicke in die dortigen Abläufe und berichtete aus dem Klinikalltag. Die vorgestellten Ansätze lieferten viele Anregungen für den eigenen Klinikalltag und führten zu einem lebhaften Austausch über unterschiedliche Möglichkeiten und Modelle in den Einrichtungen.

Besonders intensiv wurde im Nachgang die Umsetzung der G-BA-Richtlinie Hüftgelenknahe Femurfraktur diskutiert. Diese Richtlinie beschreibt einen klar definierten Behandlungs- und Prozessablauf, der bei Patient:innen mit hüftgelenknaher Femurfraktur eingehalten werden muss, damit die Behandlung nach dem Krankenhausaufenthalt entsprechend abgerechnet werden kann. Dabei zeigte sich, dass die Umsetzung in den Einrichtungen zum Teil sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Vor allem die Priorisierung der Vorgaben im Wochenenddienst und die Anforderungen bei Prüfungen durch den Medizinischen Dienst sorgten für einen regen Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihre unterschiedlichen Herangehensweisen vorzustellen und praktische Erfahrungen miteinander zu teilen.

Auch das zweite Netzwerktreffen hat wieder gezeigt, wie wertvoll der offene Austausch unter Kolleg:innen ist. Viele Fragen, unterschiedliche Perspektiven und praktische Erfahrungen kamen zusammen, und genau das macht dieses Netzwerk aus!

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Referentinnen Silke Deuker und Silke Stebner und allen Mitwirkenden sowie bei allen Teilnehmenden für die offenen Gespräche, die spannenden Beiträge und den kollegialen Austausch. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen und die Fortsetzung der Gespräche.

Zum Abschluss des Abends kamen aus der Runde noch verschiedene berufspolitische Fragen auf. Dabei ging es unter anderem um die Gehaltssituation im Krankenhausbereich, die Blankoverordnung sowie die Rahmenbedingungen im stationären Bereich. Zudem wurden die Auswirkungen des Beitragsstabilisierungsgesetzes und der Austausch mit ver.di thematisiert.

Unsere Vorstandsvorsitzende Yvonne Massuger und Beirat Dirk Kimenai nahmen die Anregungen und Fragestellungen auf und werden diese auf Bundesebene weitertragen. Damit wurde nochmals deutlich, dass sich Physio Deutschland auch für die Interessen der Kolleg:innen im stationären Bereich einsetzt.

SAVE THE DATE: 15 April 2027 voraussichtlich in Darmstadt. Weitere Informationen folgen…