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30.11.2022

Gelungener berufspolitischer Blick ins Nachbarland auf der therapie MÜNCHEN

Unter dem Titel "Und Ihr so? Berufspolitischer Blick ins Nachbarland" diskutierten am 29.11. der Geschäftsführer von Physio Austria, Stefan Moritz, und der 1. Vorsitzende des Landesverbands Bayern von PHYSIO-DEUTSCHLAND, Markus Norys, auf der therapie MÜNCHEN über all das, was sich aktuell auf der berufspolitischen Bühne der beiden Nachbarländer abspielt. Neben vielen Gemeinsamkeiten wurden auch die Unterschiede in den beiden Systemen deutlich - so z. B. bei der Ausbildung, die in Österreich bereits seit 2006 akademisiert ist. Auch bei der Blankoverordnung und beim Direktzugang zeigten sich erhebliche Differenzen. Während in Österreich die Blankoverordnung die Regel ist, wird in Deutschland noch intensiv darüber verhandelt. Umgekehrt existiert in Deutschland der Direktzugang bereits für den Selbstzahler-Bereich, ein Modellvorhaben für den GKV-Bereich ist in Planung. In Österreich ist der Direktzugang, trotz akademischer Ausbildung der Therapeutinnen und Therapeuten, aktuell nur im Rahmen der Prävention möglich.

Themen wie die Regulierung der Ausgbensituation und die Möglichkeiten bei der Bekämpfung der Fachkräftemangels wurden ebenfalls ausführlich beleuchtet und auch die Zuhörer hatten Gelegenheit, sich in die Diskussion einzubringen. "Ich habe den berufspolitischen Blick ins Nachbarland als äußerst bereichernd empfunden. Als Berufsverbände setzen wir uns in sehr vielen Bereichen für die gleichen Ziele ein. Da kann man von den Erfahrungen des anderen enorm profitieren", kommentierte Markus Norys die Veranstalung. Beiden Berufsverbände möchten den gegenseitigen Austausch in Zukunft intensivieren.