Fortbildungspunkte: 18
Kurspreis für Nicht-Mitglieder: 549,00 €

Kursbeschreibung
Experte für Gehirnerschütterung
Gehirnerschütterung verstehen, erkennen und behandeln – evidenzbasierte Therapie nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma (LSHT), von der Theorie bis zur klinischen Praxis.
Der Kurs ist sinnvoll, da er eine häufige und klinisch relevante Versorgungslücke im Bereich der Gehirnerschütterung (Concussion) sowie persistierender Beschwerden nach mildem Schädel-Hirn-Trauma (mSHT – mildes Schädel-Hirn-Trauma) schließt. In der klinischen Praxis zeigt sich, dass insbesondere bei anhaltenden Beschwerden häufig eine strukturierte Subgruppenbildung, differenzierte Diagnostik sowie eine evidenzbasierte therapeutische Entscheidungsfindung fehlen.
Der Kurs ist evidenzbasiert und orientiert sich an internationalen Konsensuspapieren, Leitlinien sowie aktueller „State-of-the-Art“-Literatur. Diese wissenschaftliche Grundlage wird mit klinischer Entscheidungslogik und praxisnahen Assessment- und Rehabilitationsstrategien kombiniert.
Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmenden fundierte theoretische Kenntnisse sowie praxisrelevante diagnostische und therapeutische Kompetenzen im Bereich der Gehirnerschütterung zu vermitteln.
Übersicht:
TEIL 1 – Terminologie, Definitionen, Epidemiologie, gesellschaftliche Auswirkungen
TEIL 2 – Pathophysiologie
TEIL 3 – Screening und Anamnese
TEIL 4 – Diagnostik
TEIL 5 – Behandlung und Beratung
Weitere Infos finden Sie hier:
Nach Abschluss des Kurses:
- verfügen die Teilnehmenden über Kenntnisse der Epidemiologie und Ätiologie einer Gehirnerschütterung (SHT – Schädel-Hirn-Trauma) sowie der persistierenden Post-Concussion-Symptomatik (PPCS – Persistierende Post-Concussion-Symptomatik)
- verstehen sie die theoretischen Konzepte und pathophysiologischen Mechanismen
- können sie beurteilen, wann eine Gehirnerschütterung vorliegt und wann nicht
- kennen sie den normalen Genesungsverlauf
- sind sie in der Lage, genesungshemmende Faktoren zu erkennen
- können sie eine strukturierte Patientenedukation in der frühen Phase durchführen
- kennen sie behandelbare Domänen und Therapieoptionen
- wissen sie, wann interdisziplinäre Kooperation erforderlich ist
- können sie den BCTT durchführen und interpretieren
- sind sie in der Lage, auf Basis des BCTT ein Trainingsprogramm zu erstellen
- können sie ein VOMS durchführen und interpretieren
- erkennen sie Schlafstörungen und können evidenzbasierte Empfehlungen geben
- können sie Ernährungsempfehlungen zur Unterstützung der Erholung anwenden
- wissen sie, wie Belastungsaufbau im Rahmen von Return-to-Work, Return-to-Learn, Return-to-Sport sowie Autofahren strukturiert erfolgt
Lehrmethoden
- Verpflichtendes E-Learning (5–6 Stunden) mit Wissenstest, Videos und Literaturaufträgen
- Zwei Präsenztage mit theoretische Impulsvorträgen und praktische Demonstrationen
- Supervisierte Übungseinheiten
- Gruppenarbeiten zur Förderung analytischen und lösungsorientierten Denkens im Kontext des leichten Schädel-Hirn-Traumas
- Direkte Feedbackrunden und moderierte Diskussionen
- Digitales Quiz /Kahoot
Referenten:
Cornel Tol, MSc Muskuloskelettale Rehabilitation, Profil: Orofaciale Physiotherapie. Aktiv tätig in wissenschaftlicher Forschung im Bereich Kopfschmerz, leichtes Schädel-Hirn-Trauma (LTHL – leichtes traumatisches Hirntrauma), Niederlande
Melvin Pitz, Professional Master Manuelle Therapie, Physiotherapeut, Niederlande
Jutta Prünner, MSc. Muskuloskelettale Rehabilitation, Profil Orofaciale Physiotherapie
Kurszeiten
Freitag, 25.06.2027 09:00–17:00 Uhr
Samstag, 26.06.2027 09:00–17:00 Uhr
Auskunft
Die Kursgebühr beinhaltet den Zugang zur E-Learning Platform, die ein verpflichtender Teil der Fortbildung ist