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23.02.2018

PhysioPraX-Gutachten für das Erhebungsjahr 2015 vorgestellt

Das PhysioPraX-Gutachten für den Betrachtungszeitraum 2015 wurde am 21.02.2018 in Nürnberg übergeben. Im Bild (v.l.): Markus Norys (PHYSIO-DEUTSCHLAND, LV Bayern), Christina Niedermeier (IfG), Prof. Dr. Günter Neubauer (IfG), Hans Ortmann (VPT).

Am 21.02.2018 wurden in Nürnberg die Ergebnisse des PhysioPraX-Gutachtens über den Erhebungszeitraum 2015 präsentiert. Damit liegt nach den Erhebungsjahren 2008/09, 2011 und 2013 bereits die vierte wissenschaftlich untermauerte Analyse der betriebswirtschaftlichen Situation physiotherapeutischer Praxen vor. Für das aktuelle Gutachten konnte erstmals bundesweites Datenmaterial ausgewertet werden. Denn dem durch PHYSIO-DEUTSCHLAND, Landesverband Bayern, ins Leben gerufene Projekt haben sich für den Betrachtungszeitraum 2015 insgesamt 21 Landesverbände und –gruppen der beiden stärksten physiotherapeutischen Berufsverbände, PHYSIO-DEUTSCHLAND und VPT, angeschlossen.

Die detaillierteren Ergebnisse des Gutachtens werden in der nächsten Ausgabe der "Zur Sache Physiotherapie" vorgestellt.

Weitere Entlastungen nötig
Auch das vierte PhysioPraX-Gutachten macht überdeutlich, wie hoch der wirtschaftliche Druck auf physiotherapeutische Praxen nach wie vor ist. Um Entlastung zu schaffen und dem kontinuierlich steigenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, müssen von Seiten der Politik und Kostenträger weitere Verbesserungen der Rahmenbedinungen erfolgen. Das Aussetzen der Grundlohnsummenanbindung bei den Verhandlungen bis zum Jahr 2019 ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Ob die zeitliche Einschränkung dieses Zugeständnisses ausreichend ist, bleibt mehr als fragwürdig. Genau wie die Tatsache, dass der hohe Bürokratieaufwand für Praxisbesitzer nach wie vor nicht entlohnt wird.

Erhebung für das Jahr 2016 startet im April

Das Projekt PhysioPraX wird auch in den kommenden Jahren auf Bundesebene fortgesetzt. Die Vorbereitungen laufen bereits, die Erhebung der Daten für das Jahr 2016 wird im April starten. Mit dem IFK hat ein weiterer physiotherapeutischer Berufsverband seine Teilnahme zugesagt, damit ziehen die drei größten physiotherapeutischen Berufsverbände an einem Strang. „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel positives Feedback zum PhysioPraX-Gutachten bekommen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, wie wertvoll das Zahlenmaterial auch bei den Verhandlungen mit den Kassen war. Es ist großartig, dass sich jetzt auch die anderen Verbände dem Projekt angeschlossen haben, damit wird die wissenschaftliche Aussagekraft der Daten sicherlich noch einmal deutlich steigen. An jeden einzelnen Praxisbesitzer in Deutschland appelliere ich: Machen Sie mit! Lassen Sie sich diese Chance für sich persönlich und für den gesamten Berufsstand nicht entgehen!“, so Markus Norys, 1. Vorsitzender PHYSIO-DEUTSCHLAND, LV Bayern.