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Physiotherapie auf Intensivstation - Basisseminar

Grundlagen zur Arbeit auf einer Intensivstation, sowie komplexe Darstellung einer Therapieplanung und Durchführung anhand von anerkannten Konzepten

Datum
Samstag, 12.10.2019
Ort
Staatliche Berufsfachschule für Physiotherapie am Klinikum der Universität München
Marchioninistr. 15, 81377 München

Unterkunftsverzeichnis

Kurszeiten

Kurszeiten

Datum: Samstag, 12.10.2019 09:00-16:45 Uhr

Auskunft

Der Kurs ist überwiegend ein Theorieseminar (70 %) und richtet sich an

  • Physiotherapeuten, Stationsleitungen, die wenig bis keine Erfahrung mit der Arbeit auf Intensivstation haben oder sich unsicher fühlen.

  • Physiotherapeuten, die ein Konzept erarbeiten sollen und oder ein Konzept Ärzten und Stationsleitungen aufgezeigt werden soll. Dies dient der interprofessionellen Kooperation. Physiotherapeuten die erst seit kurzem oder nur sporadisch auf Intensivstation eingesetzt werden profitieren ebenfalls sehr stark von diesem Seminar.

  • Erfahrene Therapeuten, diese können hier ihr Wissen auffrischen oder stabilisieren. Für erfahrene Therapeuten gibt es auch ein Angebot für einen Aufbaukurs. 

Veranstalter

Landesverband Bayern im Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.

Kursnummer 201918
Fortbildungspunkte 9
Referent(in) Filipovic, Silke
Preis für Mitglieder € 160,00
Preis für Nichtmitglieder € 210,00

Inhalt

Physiotherapie ist ein Bestandteil eines Gesamttherapiekonzeptes zur Behandlung von Krankheitsbildern. Im Bereich der Intensivmedizin ist Physiotherapie etwas spezieller als im ambulanten Bereich, wie in normalen Physiotherapie-Praxen, Reha-Zentren usw. Die Therapiemethoden sind meist weniger die großen ambulanten Schwerpunkte den Bewegungsapparat betreffend.

Im Bereich der Intensivmedizin geht es vorwiegend um Atemtherapie, Mobilisation und Gehfähigkeit, Aktivitäten des täglichen Lebens – verbunden mit grundlegender Stabilisation der Haltung.

Das „Ausgangsniveau“ des Patienten ist so gering, dass man grundlegend aufbauen muss. Beispielsweise hat ein beatmeter Patient oft keinerlei eigens erbrachte Lungenfunktion oder ein sedierter Patient keine Rumpfstabilisation. Beides ist aber im Zuge des Aufbaus einer Eigenständigkeit für lebenswichtige Dinge relevant: Atmen, Schlucken, ADL, Körperhaltung.

Entsprechend müssen wir davon ausgehen, dass wir zwar das gesamte Spektrum der Physiotherapie zur Verfügung haben, wie Atemtherapie, Manuelle Therapie, Mobilisationtechniken, funktionelle Bewegungsförderung (PNF, Brügger, Muskeltechniken...) auch Osteopathie, Reflexzonentherapie, APM, Taping uvm. Dennoch ist es sehr wichtig, dass diese Techniken auf die Gegebenheiten einer Intensivstation, Gerätschaften (Beatmung, Perfusoren, ECMO, Hämofiltration und anderen „störenden“ Zugängen aber auch einer Vielzahl von Medikamenten, Multimorbiditäten und ggf. diversen operativen bzw. invasiven Eingriffen und unter Beachtung hygienischer Standards angepasst werden muss.

Die Anpassung der Therapie ist noch weitreichender, denn ein wach werdender Patient ist mit sich und seiner Umgebung auch vollends überfordert. Diese Schwierigkeiten gilt es zu beachten und daraus eine optimale Therapieplanung zu erstellen. Diese Schwierigkeiten sollen in dem angebotenen Kurs aufgezeigt, in einer beispielhaften Therapieplanung umgesetzt werden und durch praktische Anteile vermittelt werden.

Der Kurs dient vor allem als Basiskurs zur Behandlung auf Intensivstationen.

  • Es werden Grundlagen zur Arbeit auf einer Intensivstation vermittelt,

  • sowie eine komplexe Darstellung einer Therapieplanung und

  • Durchführung anhand von anerkannten Konzepten, wie dem europäischen Stufenmodell, Marburger Stufenkonzept sowie Frühmobilisierungskonzepte.

  • Zudem wird auf die aktuelle Abrechnungssystematik zur Komplexpauschale Intensivmedizin eingegangen.

  • Notwendigkeiten und Empfehlungen zur sinnvollen Umsetzung und Behandlungsintensität werden medizinisch wie auch nach betriebswirtschaftlichen Aspekten besprochen  

 

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.


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